Heute gibt es wieder nichts Neues aus dem Berliner Kasperletheater, nur die altbekannte Show. Der Kanzler ist weg. Offiziell. Vier Wochen Sommerpause. Und während draußen Menschen sterben, Wälder brennen und Flüsse zu Rinnsalen verkümmern, beobachtet er angeblich fleißig.
Was als harmlose Erholung verkauft wird, ist in Wahrheit das perfekte Sinnbild eines Systems, das die eigenen Untertanen systematisch verheizt.
Disclaimer Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Spekulationen und satirische Meinungsäußerungen aus meiner Perspektive. Er soll niemanden persönlich beleidigen oder diskriminieren.
Die Hitze als Klassenwaffe
Fast zwölftausend Hitzetote in einem halben Jahr. Rekordniedrigwasser in Rhein, Elbe und Donau. Der größte Waldbrand, den Nordrhein Westfalen je gesehen hat. Evakuierungen. Brände, die weiter glimmen. Und der Kanzler? Er ruft mal eben den Landrat an.
Die Grünen und die Linke murren über Bräsigkeit und Ignoranz. Die SPD fordert Klimaanpassung ins Grundgesetz. Die Union zögert. Klassisch. Während die Armen in überhitzen Wohnungen und auf Baustellen krepieren, diskutieren die Parteien über Paragraphen. Das ist keine Krise. Das ist das normale Funktionieren des Kapitalismus. Merz beobachtet dies professionell.
Reformen als ewiges Ablenkungsmanöver
Im Herbst sollen Pflege und Rente reformiert werden. Schon jetzt tobt der Streit zwischen CDU Ost Ministerpräsidenten und SPD Landesfürsten. Merz lässt seinen neuen Fraktionschef und die Generalsekretärin die Kohlen aus dem Feuer holen. Er selbst bleibt stumm. Warum auch reden, wenn man die Konflikte einfach aussitzen kann?
Die abschlagsfreie Frührente wird zum Spielball. Die Drohnenaffäre am Flughafen Leipzig wird abgehakt. Und die Forderung nach echter Klimaanpassung? Wird höflich begleitet. So nennt man das, wenn man nichts tut und trotzdem so tut, als wäre man aktiv. Das System produziert Probleme und verkauft dann die Verwaltung dieser Probleme als Politik.
Die Angst vor dem Herbst
Im Konrad Adenauer Haus zittern sie schon vor den Landtagswahlen in Sachsen Anhalt, Mecklenburg Vorpommern und Berlin. Merz hofft offenbar auf eine beruhigende Wirkung der Sommerpause. Als ob vier Wochen Stille die Widersprüche zudecken könnten.
Ein Kanzler, der schweigt, während das Land brennt, zeigt nur, wie wenig die Herrschenden die Beherrschten brauchen. Solange die Maschinen laufen und die Profite stimmen, ist das Sterben der Armen nur eine statistische Größe.
Fazit
Die Sommerpause des Kanzlers ist keine Erholung. Sie ist die pure Form der Macht. Man lässt die Leute kochen, brennen und sterben und nennt das Beobachtung. Die Reformen kommen später. Vielleicht. Die Hitze kommt jedes Jahr. Die Toten auch. Und die politische Klasse wird weiter diskutieren, ob man das Grundgesetz ändern soll, während draußen die Realität den Sozialstaat längst überholt hat.
Quelle: Tagesschau: Das Schweigen des Kanzlers
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