Es ist das neueste Kapitel in der Geschichte der schleichenden Wiedereinführung der Wehrpflicht. Seit Januar werden 18-Jährige mit Fragebögen bombardiert, um ihre „Bereitschaft zum Dienst an der Waffe“ abzuklopfen. Doch die Bilanz ist für das Verteidigungsministerium ein Desaster.
Jede vierte Antwort fehlt – Ein stiller Protest?
Von rund 194.000 verschickten Briefen landeten 28 Prozent im digitalen oder analogen Papierkorb. Fast jeder dritte junge Mann ignoriert den staatlichen Versuch, ihn für die „Drehscheibe Deutschland“ einzureihen.
Das Ministerium nennt es „Entzug der Antwortpflicht“. Wir nennen es eine gesunde Reaktion auf ein System, das die Jugend als Verfügungsmasse für seine geopolitischen Ambitionen betrachtet. Dass junge Männer sich weigern, ihre Daten einem Apparat preiszugeben, der sie bis 2035 auf eine Stärke von 270.000 aktiven Soldaten aufpumpen will, ist ein Akt der Selbstverteidigung.
Das Bußgeld als Rekrutierungstool
Die Antwort der Koalition? Repression. Wer nicht spurt, wird zum Ordnungswidrigen erklärt. Nach vier Wochen folgt die Mahnung, danach droht die Geldstrafe.
Zwang statt Freiheit: Es wird deutlich, dass das Wort „freiwillig“ im „freiwilligen Wehrdienst“ eine Farce ist. Wenn die Antwort erzwungen wird, ist der Schritt zur Zwangsrekrutierung nur noch eine Formsache.
Die Jagd auf Verweigerer: Das Verteidigungsministerium betont bereits, dass man es „nicht hinnehmen“ werde, wenn sich Männer entziehen. Man wird ihnen „nachgehen“. Es ist die Sprache der Verfolgung, nicht die eines demokratischen Staates, der seine Jugend schätzt.
Kanonenfutter für die Zukunft
Das Ziel ist klar: Bis 2035 soll eine gigantische Streitmacht bereitstehen. Das „neue Wehrdienstgesetz“ vom Dezember ist das Fundament für eine Gesellschaft, die wieder auf Krieg getrimmt wird. Dass die Hälfte der Antwortenden Interesse zeigt, wird als Erfolg verkauft: doch die 28 Prozent Schweiger sind der Sand im Getriebe dieser Militarisierung.
Fazit
Sie rüsten die Häfen für Panzer um, sie lassen Brücken verrotten und nun wollen sie eure Körper für ihre Statistik. Das Bußgeld ist nur das erste Mittel, um Gehorsam zu erzwingen.
Lasst euch nicht registrieren, lasst euch nicht mustern und lasst euch vor allem nicht einreden, dass es eure „Pflicht“ sei, einem System zu dienen, das euch nur als Nummer in einem Marschbefehl sieht.
Quelle: Tagesschau: Viele Wehrdienst-Fragebögen bleiben unbeantwortet
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